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Sylvie Wolff - Wolfswasser


Bibliografische Daten

 

 

  • Verlag: Selfpublishing
  • ET: 16. November 2012
  • Seiten: 200
  • Format: ebook
  • ISBN: 978-1480294721
  • Reihe: --
  • Band: --
  • gelesen: 09/12

 


Meine Meinung:

Lena's 16. Geburtstsag wird ihr noch lange in Erinnerung bleiben. Denn seit diesem Tag steht ihr Leben Kopf. Nicht nur die neue Beziehung zu ihrem Sandkastenfreund Mark macht ihr zu schaffen, sondern auch ihre Albträume und die Stimmen in ihrem Kopf. Sie hält es nicht mehr aus und weist sich selbst in die Psychiatrie ein. Doch dann flieht sie und lernt Goran kennen. Und er bestätigt ihr, was Lena schon seit längerem vermutet. Sie ist eine Wölfin – und ihre Bestimmung ist es, mit Goran ein Rudel zu gründen. Doch eine weitere Stimme warnt sie vor Goran. Doch wer ist es, der die Warnungen ausspricht?

 

Auf einem faszinierenden Weg von den Anfängen der Verwandlung bis hin zum Ende begleitet man Lena und ist stets mittendrin. Denn alles ist aus Lenas Sicht geschrieben. Und so wird man auch Augenzeuge ihrer Gefühle und ihrer Empfindungen. Verwirrt und ängstlich beginnt ihr Weg. Mit der Zeit wird sie stärker und reifer und trotzdem hat man immer das Gefühl, sie beschützen zu müssen.

 

Ab dem zweiten Drittel des Buches wird alles sehr rasant und man hat nur kurze Augenblicke zum Luft holen. Aber man hat auch Momente des Durchatmens. Diese zeigen viel von Lena's Innerstem.

 

Mir kommt Lena allerdings etwas zu naiv vor, dies scheint aber beabsichtigt und zeigt, wie unerfahren sie mit ihren 16 Jahren doch ist.

 

Der Schreibstil der Autorin ist einfach, aber informativ. Ohne viel Schnörkel wird die Geschichte Lena's erzählt.

 

Hat die Autorin in ihrem ersten Roman „Die Stadtwölfin“ viel Sinn für Humor gezeigt, wird mit diesem Werk klar, dass sie auch eine andere Seite hat. Denn viel zu Lachen gibt es hier nicht. Das genaue Gegenteil ist der Fall. Die anfängliche depressive Seite wechselt schnell zu Angst und auch gleichzeitiger Hoffnung.

 

Diese Mischung hat mir gut gefallen und ich konnte auch wunderbar den Zwiespalt nachfühlen, in dem sich Lena befindet. Das Neue, das Unbekannte hat Lena's Neugier geweckt und gleichzeitig aber auch die Sehnsucht nach ihrem alten Leben.

 

Das Buch ist zwar von der Geschichte her abgeschlossen, lässt jedoch noch eine Menge Handlungsspielraum offen für einen zweiten Teil.

 

Meggies Fussnote:

Ein etwas anderer Blick auf die Verwandlung zum Wolf. 

 

Bewertung:

* * * * *


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