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Andreas Aschberg - Puppenspiel

 

 

 

 

 

Verlag: Storyhouse (2020)

Seiten: 488

Format: Hardcover

ISBN: 9783944353500
Originaltitel: --

 

 

Die Detektei des Privatermittlers Egidius Stahl läuft nicht gerade sehr gut. Bis er zufällig an den Fall von Marion Mannwalter gerät. Was mit einer angeblich gesehenen Entführung und eine toten Katze beginnt, entpuppt sich bald als ein groß angelegter Angriff auf die Politiker des Landes. 

Egidius und seine Mitarbeiter werden immer tiefer in den Fall gezogen und plötzlich sind auch ihre eigenen Leben in Gefahr.

 

Wir befinden uns in einer nicht allzu weit entfernten Zukunft im Jahre 2040. Es gibt technische Weiterentwicklungen, der Klimawandel schlägt zu und das Internet wurde vom sog. Lifenet abgelöst. 

 

Der Autor greift sehr viele Themen auf, die zur Zeit aktuell sind. So mischen sich die verschiedenen Religionen, es gibt Essen aus dem 3D-Drucker, Wegwerfkleidung und eine Brille, mit der man ständig mit dem Lifenet in Kontakt steht. 

 

Der Klappentext des Buches hat mich sehr neugierig gemacht, vor allem, da wir uns gerade mal 20 Jahre in der Zukunft befinden. Der Autor hat sich sehr viele Gedanken gemacht, wie er die heutigen zeitgenössischen Geschehnisse in die Zukunft einbauen und weiterentwickeln kann. 

 

Mit viel Sarkasmus, Witz und einer gehörigen Portion Realismus geht der Autor an die Geschichte heran. Die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen.

 

Allen voran ist es Egidius, der die Geschichte trägt. Mit seinen über 60 Jahren ist er noch sehr fit und versucht auch, mit seinen beiden jugendlichen Mitarbeitern Bülent und Lizz mitzuhalten. Lizz ist eher der sportliche Typ, während Bülent der Technik-Freak ist. Beide sind sehr sympathisch und helfen Egidius, wo sie können. Sie sind ein eingespieltes Team.

 

Im Laufe der Geschichte stößt Marion Mannwalter zu den drei und ab da steigt die Story rasant an. 

Es gibt einige Anspielungen auf Filme, Serien und Bücher. Eine besondere Rolle spielt "Per Anhalter durch die Galaxis" und hier genau das Restaurant am Ende des Universums. Das Nerd-Herz schlägt höher.

 

Der Schreibstil hat mich sehr begeistert. Er war packend und fesselnd, hat mich in den Bann gezogen und mir unheimlich Lust auf mehr Bücher des Autors gemacht. Ich werde ihn auf alle Fälle weiter beobachten.

 

Alles in allem fand ich den Ausflug in das Jahr 2040 spannend.. Auch wenn es sich nicht um eine Dystopie handelt, sind manche Ideen, die der Autor sich ausgedacht hat, für mich persönlich unrealistisch, aber trotzdem interessant.

 

Das Cover finde ich auch sehr erwähnenswert. Es ist zwar sehr minimalistisch gehalten, fällt jedoch durch den orangenen Hintergrund sofort ins Auge. 

Die darauf zu sehende Puppe ist aus Resten zusammengenäht, im Inneren befinden sich jedoch Kabel und ein Auge blickt einem entgegen wie aus dem Film Terminator. 

 

Meggies Fussnote:

Ein spannender Zukunftsthriller.

 

* * * * *

eingetragen in folgenden Challenges:

ABC-Challenge 2020 (Buchstabe P)

Daggis Buch-Challenge 2020 (Aufgabe 5 "Cover in orange")

Weltenbummler-Challenge 2020 (Deutschland, 2. Besuch - 1 Punkt)

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