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Kleines Kuriositäten-Kabinett der deutschen Sprache


 

Bibliografische Daten 

 

 

  • Verlag: Duden
  • Seiten: 128 Seiten
  • Format: Hardcover
  • ISBN: 978-3-411-71786-6
  • Reihe: --
  • Band: --
  • gelesen: 09/20

 

 


Meine Meinung:

Wer Deutsch lernen muss, weiß, dass wir eine schwere Sprache haben. Denn sie ist gespickt von Fallen, Kuriositäten, Skurrilitäten und vor allem einer komplizierten Rechtschreibung.

Trotzdem mag ich unsere Sprache sehr. Gerade weil sie viele Überraschungen bereit hält. 

 

Im Duden Verlag ist nun ein kleines Büchlein erschienen. Das „Kleine Kuriositäten-Kabinett der deutschen Sprache“ führt einem vor Augen, was genau denn diese Kuriositäten sind. 

 

Dabei zeigt es nicht nur die unschönen Seiten der deutschen Sprache, sondern auch die schönen, die vielfältigen und die besonderen. Es gab vieles, bei dem ich schmunzeln musste. Aber auch überlegen. Und zwar, wie ich es geschrieben hätte. Ich dachte, dass ich eigentlich einen großen Wortschatz habe und auch weiß, wie man Wörter schreibt, aber ich wurde eines besseren belehrt. Es gibt so einiges, dass ich nicht weiß und durch dieses kleine Büchlein habe ich dazulernen dürfen und werde bestimmt einiges darin anwenden können.

 

Die Kuriositäten fangen an mit unserem Wortschatz. Hier wird erklärt, dass wir 300.000 bis 500.000 Wörter (in der Grundform) kennen. Ein Durchschnittssprecher benutzt davon aber nur 12.000 bis 16.000. Verstanden wird jedoch das fünffache.

 

Das schönste deutsche Wort wurde 2004 gewählt. Habseligkeiten steht auf Platz 1, wobei mir persönlich Platz Nr. 5 ja besser gefällt (Rhabarbermarmelade). Und wusstet Ihr, dass es nur fünf Wörter gibt, die auf -nf enden (wobei fünf ja schon eines davon ist)?

 

Das längste deutsche Wort hat 68 Buchstaben und 46 % der Wörter sind feminin. Für das Wort Fremdwort gibt es kein Fremdwort und „Umlaut" wurde in vielen anderen Ländern von uns übernommen. 

 

Bayrisch ist auf Platz 1 der beliebtesten Dialekte, gleichzeitig aber auch auf Platz 2 der unbeliebtesten.

Blümerant, bauchpinseln und Lichtspielhaus sind bedroht und verschwinden schon fast aus unserem Wortschatz. Dafür haben wir neue wie Handy, denglisch oder liken. 

 

Ein englisches Mädchen hat 26 (!) Vornamen, die alle mit einem Buchstaben des Alphabets anfangen. Sie heißt kurz Alphabet Pepper. Und aus dem Musikbereich Heavy Metal hat sich der sog. „röck döt“ eingebürgert (Motörhead, Mötley Crüe).

 

Doch nicht nur diese Kuriositäten werden in dem Buch vorgestellt, sondern auch die Unwörter der letzten Jahre, Statistiken über verwendete Buchstaben in unserem Sprachschatz. Welche Wörter aus dem deutschen in anderen Ländern verwendet werden, welche wir aus anderen Ländern verwenden, welche Sprachen am meisten gesprochen werden, Deklinationen, Süddeutsch vs. Hochdeutsch und vieles, vieles mehr.

 

Mir hat das Buch sehr viel Spaß gemacht, nicht nur, weil ich etwas lernen konnte, sondern auch gerade wegen der Kuriositäten, der Irrungen und Wirkungen und der Komplexität unsere Sprache.

 

Dabei ist das Buch so aufgebaut, dass pro Thema höchstens zwei Seiten genutzt werden. So lässt sich sehr viel unterbringen. Die knallige Farbe des Buches fällt gleich ins Auge. Diese setzt sich auch im Inneren fort. Alle Besonderheiten werden in dem Orange-Rot kenntlich gemacht. Außerdem ist der Text mal schräg, mal rund, mal durcheinander oder mal auf dem Kopf geschrieben. Auch dies macht Laune beim Lesen. 

 

Meggies Fussnote:

Deutsche Sprache, schwere Sprache, schöne Sprache. 

 

Bewertung:

* * * * * 


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