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Juliane Sophie Kayser - Franz und die Puppe auf Reisen

 

 

 

 

 

Tomorrow's Classic

08. Oktober 2020

64 Seiten

Hardcover

9-783-982-212302

 

 

Als die kleine Lilli im Stadtpark ihre Puppe Pauline verliert, ist sie erst untröstlich. Kurz darauf trifft sie auf Franz, der ihr erzählt, dass Pauline auf Reisen gegangen ist und Lilli einen Brief geschrieben hat. Fortan treffen sich Lilli und Franz immer zur selben Zeit im Park und Franz liest einen Brief von Pauline vor, die tolle Abenteuer erlebt. Und so wird der Verlust von Pauline für Lilli nicht ganz so schwer, auch im Hinblick darauf, dass sie bald in die Schule kommt und so Paulines Briefe bald selbst lesen kann.

 

Als mir dieses Buch angeboten wurde, habe ich ohne zu Zögern zugesagt. Die Idee, die von Franz Kafka geschriebenen Briefe an das Mädchen Lilli in eine Geschichte zu verpacken, hat mich begeistert.

 

Die Autorin hat hier nun eine kleine Geschichte drum herum geschrieben. So lernen wir zu Anfang Lilli kennen, die im Stadtpark mit ihrer Puppe Pauline spielt. Kurz darauf fesselt ein Schmetterling Lillis Aufmerksamkeit und sie lässt Pauline zurück, um dem Schmetterling zu folgen. Schon bald hat sich Lilli verirrt und weiß nicht mehr, wo sie Pauline zurück gelassen hat. 

Sie sucht, doch findet sie ihre Puppe nicht. Traurigkeit übermannt sie und Lilli fängt an zu weinen. Plötzlich steht ein Mann vor Lilli und versucht, herauszufinden, warum Lilli denn weint. Auf ihre Antwort hin, dass sie ihre Puppe Pauline nicht finden kann, antwortet der Mann, dass er weiß, dass Pauline auf Reisen gegangen sei. Sie hätte Lilli einen Brief hinterlassen.

 

Es beginnt eine tolle Freundschaft zwischen Franz und Lilli. Sie treffen sich jeden Tag um die selbe Zeit im Stadtpark und Franz liest Lilli einen neuen Brief vor. Hier erzählt die Puppe Pauline von ihren Abenteuern, bis sie letztendlich ins Land der Puppen kommt, wo sie Lilli leider nicht mehr schreiben kann.

 

Die Briefe gab es wirklich, auch wenn sie als verschollen gelten, die Geschichte um die Briefe herum hat sich die Autorin ausgedacht. Hier lässt sie Begebenheiten einfließen, die sie in den Tagebüchern des Franz Kafka gelesen hat. Gedanken und Zitate des Schriftstellers prägen also die Erzählung der Autorin. Die Briefe an sich sind zwar verschollen, doch hat die Autorin einen schönen Weg gefunden, diese ebenfalls in die Story miteinzubinden. Es werden "historische Begebenheiten mit fantastischen Elementen" verbunden. 

 

In ihrem Nachwort erklärt die Autorin ihre Vorgehensweise und auch, welche Gedanken und Zitate sie in den Tagebüchern des Franz Kafkas gefunden und einfließen lassen hat.

 

Das Buch ist für Kinder gemacht, dies merkt man auch am kindgerechten Schreibstil. Ebenfalls gibt es zwei Urkunden "Hurra, ich komme in die Schule" und "Hurra, ich kann schon lesen". Ein tolles Gimmick für die Kinder.

 

Eine wunderschöne Geschichte, die Kindern zeigt, dass man Verluste überwinden kann. 

 

Meggies Fussnote:

Die Abenteuer der Puppe Pauline.

 

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