Jay Asher - Wir beide, irgendwann

 

 

 

 

cbt 

17. November 2014

400 Seiten

Hardcover

978-3-570-30938-4

Nach "Tote Mädchen lügen nicht" war ich gespannt auf das neue Werk von Jay Asher. Und ich muss gleich vorneweg sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat. Denn es war einfach interessant umgesetzt.

 

Als die 17jährige Emma 1996 von ihrem Vater einen PC geschenkt bekommt, richtet sie sich gleich einen Internetzugang ein. Als sie eine Email-Adresse anlegt, wird sie aufgefordert, ihre Email-Adresse und ihr Passwort erneut einzugeben. Plötzlich öffnet sich eine Homepage namens "Facebook" und Emma sieht ihr Profil - jedoch 15 Jahre später.

 

Emma und Josh sind zwei sehr sympathische Charaktere. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich beide entwickeln und ihren Weg gehen.

Abwechselnd wird aus der Sicht Emmas und dann wieder aus Josh's erzählt. So lernt man die Gefühle und Empfindungen beider kennen und merkt, wie sie sich verändern. Und wie Emma zwingend versucht, ihre Zukunft zu ändern, da sie auf "Facebook" einen sehr unglücklichen Eindruck macht.

 

Die Schreibweise ist sehr einfach, jedoch hatte ich zu keiner Zeit das Gefühl, ein eben so daher geschriebenes Buch zu lesen. Im Gegenteil - alles war durchdacht und Emmas Zweifel an der Zukunft kamen sehr gut zur Geltung.

 

Interessant hätte ich zu Ende noch ein abschließendes Kapitel gefunden, und zwar wie es Emma, Josh und ihren Freunden Kellan und Tyson denn nach 15 Jahren so ergangen ist. Aber so bleibt auch viel der Fantasie überlassen. Einige Fragen bleiben offen, jedoch müssen diese meiner Meinung nach nicht zwingend beantwortet werden.

 

Lustig fand ich die Tatsache, dass man sich im Jahre 1996 befindet und es für die Jugendlichen noch nicht so "in" war, viel Zeit mit dem Internet oder einem Handy zu verbringen. Im Gegenteil. Man traf sich noch für Aktivitäten wie Skaten, Lagerfeuerpartys, gemeinsame Shoppingtouren etc. Daran sollte man sich heute mal wieder erinnern.

 

Ich musste bei manchen Sachen lauthals lachen, weil sie für uns doch heute sehr selbstverständlich sind. So hat Emma auf ihrem "Profil" bei Facebook gelesen, dass sie eine "SMS verschickt" hat. Die 17jährige Emma grübelt danach, was denn eine "SMS" sei. Solche "Aussagen" gab es öfters. Das hat das Buch nochmals etwas aufgewertet.

 

Meggies Fussnote:

Ein tolles Jugendbuch und eine schöne Liebesgeschichte.

 

 

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