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Cornelia Funke - Tintenwelt. Tintenblut #2


Bibliografische Daten

 

 

 

  • Verlag: Dressler
  • ET: 01. September 2005
  • Seiten: 732
  • Format: ebook
  • ISBN: 978-3-86272-272-3
  • Reihe: Tintenwelt
  • Band: #2
  • gelesen: vor 2008 / re-read 09/23

Meine Meinung:

Meggies Sehnsucht nach der von ihrer Mutter beschriebenen Tintenwelt ist sehr groß. Und als Farid bei ihr auftaucht und sie darum bittet, ihn in die Geschichte zu lesen, damit er Staubfinger warnen kann, dass Basta sich ebenfalls in die Tintenwelt lesen lassen will, damit er beenden kann, was er anfing, ändert Meggie das zu Lesende so ab, dass sie ebenfalls in der fremden Welt landet. Doch kaum dort angekommen, merkt Meggie bald, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Fenoglio, Erfinder und Autor der Tintenwelt, möchte nämlich, dass sie Cosimo, den Schönen von den Toten auferstehen lässt, damit die Tintenwelt wieder zu dem wird, was Fenoglio ürsprünglich erdacht hat. Denn der Natternkopf will - nach dem Tod des alten Speckkönigs - die Herrschaft übernehmen. 

Gleichzeitig taucht eine neue Figur in der Tintenwelt auf. Der Eichelhäher, ein Robin Hood der Tintenwelt. Wo er seine Finger im Spiel hat, wird den Unterdrückten geholfen. Keiner weiß, dass diese Figur ebenfalls nur eine Erfindung von Fenoglio ist. Jedoch nach einem echten Vorbild. Mo, Meggies Vater. Ein großes Zusammentreffen führt dazu, dass alles komplett aus dem Ruder läuft und Meggie weiß, dass die Zeit knapp wird.

 

"Ist es nicht seltsam, wie viel dicker ein Buch wird, wenn man es mehrmals liest? Als würde jedes Mal etwas zwischen den Seiten kleben bleiben. Gefühle, Gedanken, Geräusche, Gerüche. Und wenn du dann nach vielen Jahren wieder in dem Buch blätterst, entdeckst du dich selbst darin, etwas jünger, etwas anders, als hätte das Buch dich aufbewahrt, wie eine gepresste Blüte, fremd und vertraut zugleich."

 

Nicht viele Zitate schaffen es, dass sie mir im Gedächtnis bleiben. Bei Cornelia Funkes Bücher haben es gleich zwei in meine Sammlung geschafft. Der erste Satz des Buches "Tintenherz" und aus "Tintenblut" die obige Passage. 

 

Ich liebe den Schreibstil der Autorin, die mir dadurch immer wieder ein wohliges Gefühl vermittelt. Denn sie schafft es, mich zu fesseln, eine spannende Atmosphäre zu kreieren, mir Schauer über den Rücken streifen zu lassen oder mich einfach so geborgen zu fühlen, dass ich aus der Geschichte nicht auftauchen mag.

 

Auch der zweite Teil der Tintenwelt-Reihe hat mich wieder packen können. Diesmal spielt die Story jedoch nicht in unserer Welt, sondern in der Welt, von der im ersten Teil immer wieder die Rede ist. Die Tintenwelt. Und unsere Protagonistin Meggie sehnt sich danach, diese zu sehen. Ihre Mutter Resa hat ihr so viel davon erzählt, dass Meggie nicht anders kann, als sich selbst in die Geschichte zu lesen, um endlich die Stadt Ombra, die Einwohner der Welt, den Weglosen Wald oder die phantastischen Wesen zu sehen. 

 

Doch natürlich bleibt es nicht dabei, dass nur Meggie sich zusammen mit Farid dort hinliest. Und natürlich bleibt es nicht dabei, dass alles einfach friedlich abläuft. Und natürlich ist es wieder fesselnd zu lesen, wie sich die Dinge entwickeln, aus dem Ruder laufen, zusammenfügen und alles wieder ins Reine kommt. Oder auch nicht? Denn das Buch endet nicht so, wie man es sich eigentlich wünscht. So wird natürlich auf dem dritten Teil hingearbeitet, auf welchen ich mich sehr freue. Die Reihe habe ich vor über 15 Jahren gelesen und bin nicht mehr so ganz up-to-date. Denn natürlich freue ich mich auch auf den nun bald erscheinenden neuen vierten Teil.

 

Meggies Fussnoten:

Magische Wesen, phantastische Geschöpfe, wundersame Orte.

 

Bewertung:

* * * * *


eingetragen in folgende Challenges:

  • ABC Challenge der Protagonisten 2023 (Fenoglio)
  • ABC Listen Challenge 2023 (Protagonist)
  • Bookchallenge 2023 (Aufgabe 49)
  • Buchreihen Challenge 2023 (9 Punkte)
  • Buchseiten Challenge 2023 (6 Punkte)
  • Motto Challenge 2023 (September)
  • Motto Lese Challenge 2023 (September)
  • Verlags Vielfalt Challenge 2023 (1 Punkt)

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