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Enid Blyton - Hanni und Nanni in neuen Abenteuern #3


 

 

Bibliografische Daten

 

 

  • Verlag: Schneiderbuch
  • ET: 1943
  • Seiten: 160
  • Format: ebook
  • ISBN: 978-3-50512179-1 (Ausgabe 2005)
  • Reihe: Hanni und Nanni
  • Band: #3
  • gelesen: vor 2008 / re-read 07/25

Meine Meinung:

Hanni und Nanni kehren zurück in das Internat Lindenhof und freuen sich darauf, ein weiteres Schuljahr mit ihren Freunden zu verbringen. Neue Schüler stoßen dazu. Sadie Green, die sich mit der Cousine der Zwillinge anfreundet, Carlotta mit einem sehr hitzigen Temperament und Bobby, die es faustdick hinter den Ohren hat. Natürlich geht es wieder turbulent zu und viele Mädchen haben mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Doch gemeinsam schafft man alles.

 

Ich weiß, dass diese Bücher schon sehr alt sind. Teilweise über 80 Jahre. Aber ich fand es doch wieder sehr erschreckend, wie die Mädchen teilweise miteinander umgegangen sind. Es wird gehänselt, ja sogar gemobbt. Es werden gegenseitig Beleidigungen ausgesprochen. Es gibt rassistische Kommentare und auch die Lehrer sind nicht gerade einfühlsam den Mädchen gegenüber. Die Schülerinnen werden als dumm bezeichnet oder faul, sie wären zu nichts nutze. Wenn sich die Mädchen allerdings einsichtig zeigen und auch den Lehrern gegenüber „richtig“ verhalten, sind alle nett und es herrscht Friede, Freude, Eierkuchen.

 

Hanni und Nanni kommen diesmal so gut wie gar nicht in der Story vor. Ab und zu werden sie in Gespräche einbezogen oder es wird kurz erzählt, dass sie beim Essen oder beim Tennisspielen sind. Aber so richtig abenteuerlich geht es für die Zwillinge nicht zu. Im Vordergrund stehen eindeutig Carlotta und Bobby. Auch Sadie bekommt am Ende eine größere Rolle. Und Ellie, die Cousine der Zwillinge, die sich mit Sadie anfreundet, ist diesmal präsenter.

Der Schreibstil ist einfach, schließlich handelt es sich ja um Bücher für 10 bis 14jährige. Obwohl das heute auch schon nicht mehr so passt. Ich habe die Reihe früher sehr gerne gelesen und auch jetzt überkommen mich beim Wiederlesen Kindheitserinnerungen. Mir war damals nicht bewusst, wie „naiv“ an manche Themen herangegangen wird. Die rassistischen, sexistischen und überzogenen Szenen habe ich damals nicht wahrgenommen. Es war aber auch eine ganz andere Zeit und als Kind macht man sich darüber auch nicht die Gedanken.

 

Alle Charaktere sind total unterschiedlich. Es gibt diejenigen, die fleißig sind und das Schulleben ernst, teilweise zu ernst nehmen. Auf der anderen Seite stehen die, die lieber Streiche spielen und in den Tag leben, aber trotzdem gute Noten schreiben. Und es gibt die, die so gar nichts auf die Reihe bekommen.

 

Die Bücher sind natürlich dazu da, dass es immer wieder eine Moral für die Kinder gibt. Streng dich an, sei nett und hör, was die Lehrer sagen. Dann hast du auch keine Probleme.

Und wenn man Anschluss in der Gemeinschaft von Lindenhof findet, wird Freundschaft groß geschrieben.

 

Ich werde die Reihe immer mal wieder weiter verfolgen, weil ich einfach mal wieder in der Kindheit verweilen will.

Im Internet habe ich auch mittlerweile nachlesen können, dass die Bände überarbeitet wurden und einige Szenen „verändert“ bzw. „abgeschwächt“ wurden. Ich habe die alten Bücher im Regal stehen und kann deshalb leider dazu nicht viel sagen.

 

Meggies Fussnote:

Neue Abenteuer auf Lindenhof

 

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