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Michael Ende - Momo


 

 

Bibliografische Daten:

 

  • Verlag: Thienemann
  • ET: 25. August 2025
  • Seiten: 304
  • Format: ebook
  • ISBN: 978-3-522-20402-6 (Print)
  • Reihe: --
  • Band: --
  • gelesen: vor 2008 / re-read 09/25

Meine Meinung:

Plötzlich taucht Momo auf und versetzt eine Stadt in Entzückung. Das elternlose Mädchen wird von jedem sofort ins Herz geschlossen und jeder kümmert sich rührend um sie. In einem Amphitheater richtet sie sich häuslich ein und bekommt auch täglich Besuch von Kindern und Erwachsenen. 

Eines Tages kommen die Grauen Herren in die Stadt und kaufen den Menschen Zeit ab. Plötzlich sind alle hektisch, gestresst und nicht mehr so freundlich wie zuvor. Auch für Momo hat keiner mehr Zeit. Momo möchte sich gegen die Grauen Herren stellen, die mit ihrem Zigarrenrauch nicht nur die Luft, sondern auch den Verstand vernebeln. Zusammen mit der Schildkröte Kassiopeia nimmt sie den Kampf auf.

 

Wie "Die unendliche Geschichte" ist auch Momo ein zeitloser Klassiker. Stress und Hektik, heute noch genauso präsent, bestimmen die Geschichte. Heute gibt es noch mehr Zeitfresser wie Handy, Internet oder Arbeit.

Man unterhält sich nicht mehr von Angesicht zu Angesicht, sondern nur noch über digitale Medien und meist hat man sich nichts Richtiges zu sagen.

Aber auch hier gibt es natürlich wieder Ausnahmen.

 

Im Momo geht es vor allem darum, Zeit miteinander zu verbringen. Denn bei den Zusammenkünften sind alle fröhlich. Es wird geredet, gelacht, gesungen und getanzt. Die Kinder spielen, lassen ihrer Fantasie freien Lauf und gehen am Ende des Tages glücklich und zufrieden ins Bett.

 

Doch als die Grauen Herren auftauchen, Männer in grauen Anzügen und mit Aktentaschen, beginnt die Stadt sich zu verändern. Keiner hat mehr Zeit, schon gar nicht für jemand anderen. Es herrscht Stress, Hektik und der Drang, Profit zu machen. Keiner möchte Zeit verplempern und schon gar nicht, um herumzusitzen und fröhlich zu sein.

Dies wirkt sich natürlich auf alles aus und plötzlich wird Freundschaft klein geschrieben.

 

Und mittendrin ist Momo, ein kleines Mädchen, das gar nicht versteht, was vor sich geht. Sie versucht, alles wieder so hinzubiegen, wie es vorher war, doch die Grauen Herren kämpfen dagegen an. 

Also muss sich Momo Verbündete suchen, was gar nicht so einfach ist, wenn alle beschäftigt sind.

 

Wie auch in "Die Unendliche Geschichte" ist es der Schreibstil, der so faszinierend ist. Man klebt förmlich am Buch und leidet mit Momo mit.

 

Momo ist so ein einzigartiges Persönchen. Sie taucht aus dem Nichts auf, scheint naiv und lässt mir nichts dir nichts Weisheiten durchklingen, so dass sich jeder besser fühlt. 

Keiner hinterfragt ihr Verhalten oder versucht herauszufinden, wo sie herkommt. Sie ist einfach da und macht alle glücklich. Sie wird so akzeptiert, wie sie ist und im Gegenzug versucht sie, allen zu helfen.

 

Das Buch ist geziert mit kleinen Bildern, die die Geschichte nochmals unterstreichen. Wunderschön anzusehen. Für dieses Buch sollte man sich wirklich sehr viel Zeit nehmen.

 

Meggies Fussnote:

Ein zeitloser Klassiker, der auch gut in unsere heutige Zeit passt.

 

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