Bibliografische Daten
- Verlag: Selfpublisher
- ET: 15. Oktober 2020
- Seiten: 316
- Format: ebook
- ISBN: 978-3-51998659
- Reihe: Erben der Ewigkeit
- Band: #1
- gelesen: 11/25
Meine Meinung:
Derufin und seine Musikantengruppe reisen durch das Land, immer auf der Suche nach einem kleinen Konzert, das sie abhalten können, um Geld zu verdienen. Auf ihrem Weg treffen sie jedoch auf eine Leiche, nur um kurz darauf in dem eigentlich beschaulichen Dörfchen Laaberau zu erfahren, dass dort seit kurzem Menschen verschwinden. Schuld daran sei der dämonische weiße Säbelzahn, den die Musikergruppe auch kurze Zeit später zur Strecke bringt. Nun herrscht natürlich große Freude, und die Musikanten bereiten ein großes Konzert vor. Aber war der Säbelzahn wirklich der Feind? Nicht scheint, wie es war und bald schon herrschen Chaos und Tod.
Was für ein Auftakt zu einer Reihe, die mich an vielen Stellen einfach sehr überraschen konnte. Gerade das Ende hat es in sich und führt zu vielen, vielen Fragen, die im Laufe der Trilogie natürlich beantwortet werden.
Derufin war eigentlich ein Dieb, der jetzt jedoch als Musiker zusammen mit einer Gruppe unterwegs ist, um so sein Geld zu verdienen. Auch wenn ihm teilweise das alte Leben fehlt, scheint er jetzt seine Bestimmung gefunden zu haben. Er verfeinert sein Spiel, hat Ideen für Neues und zusammen mit seinem Kollegen lebt er ein ruhiges Leben.
Was zu Anfang natürlich gleich auffällt, ist der bildhafte Schreibstil. Ich hatte große Freude daran und konnte mir so auch ein gutes Kopfkino vorstellen. Von der Umgebung und den Charakteren hatte ich ein Bild im Kopf und dieses Bild hat mich bis zum Ende der Trilogie auch begleitet.
Es gibt Szenen, die sehr detailliert beschrieben sind. Manche Kapitel beginnen damit, dass der Autor eine Pflanze oder ein Tier beschreibt. Dies so genau und bildhaft, dass ich teilweise sogar ein Kribbeln auf der Haut gespürt habe, als würde das Tier sich darauf bewegen oder ich mit den Fingern über die Pflanze streichen. Das hat mich schwer beeindruckt und die Geschichte noch mal zu etwas Besonderem gemacht.
Auch die Charaktere sind gut durchdacht. Jeder hat eine Hintergrundgeschichte, die zwar offengelegt, aber nicht ausgereizt wird. So wird alles lebendig und hat Tiefe.
Die Kapitel wechseln sich ab. Es wird mal aus Sicht der Musikanten erzählt, dann wieder aus Sicht von anderen Charakteren. So ergibt sich ein kleines Puzzle, welches Teil für Teil aufgedeckt wird und letztendlich ein gesamtes Bild ergibt. Dieses Bild ist aber nicht, was es zu Anfang zu sein scheint und diese Wendung hat mich einfach fasziniert.
Wer also einen guten Fantasyroman, mit überraschenden Wendungen und detailreichen Szenen mag, ist hier sehr gut bedient.
Meggies Fussnote:
Ich war positiv überrascht.
* * * *
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