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Gabrielle Zevin - Morgen, morgen und wieder morgen


 

 

Bibliografische Daten

 

 

  • Verlag: Eichborn
  • ET: 24. Februar 2023
  • Seiten: 560
  • Format: ebook
  • ISBN: 978-3-7517-4265-8
  • Reihe: --
  • Band: --
  • gelesen: 12/25

Meine Meinung:

Sam ist Gamer aus Leidenschaft, genauso wie Sadie. Als die beiden sich zufällig im Krankenhaus treffen, werden sie beste Freunde. Und dies soll ihr ganzes Leben so bleiben. Auch wenn sie sich kurz aus den Augen verlieren, entwickeln die beiden zusammen ein Videospiel. Und es wird erfolgreich. Nun ist ihr Leben miteinander verknüpft, denn neben der Gründung einer Firma, weiteren Spieleideen und der Freundschaft ist vielleicht auch ein bisschen Liebe vorhanden.

 

Was für ein ungewöhnliches Buch. Nachdem ich "Das erstaunliche Leben des A.J. Fikry" der Autorin gelesen habe, habe ich nach anderen Büchern von ihr gesucht und bin auf dieses gestoßen. Und war genauso begeistert. 

 

Wir lernen Sam kennen, der durch Zufall auf seine alte Freundin Sadie stößt. Da beide leidenschaftliche Gamer sind, gibt sie ihm ein selbstentwickeltes Spiel und möchte von ihm wissen, was er davon hält. Dadurch entsteht etwas Großes. Denn die beiden fangen an, zusammen ein Spiel zu entwickeln. Zusammen mit Sams bestem Freund Marx gründen sie eine Firma und ab da nimmt alles einen steilen Lauf. Das Spiel wird erfolgreich und nun kommen natürlich alle "negativen" Dinge zum Vorschein. Der Drang, einen würdigen Nachfolger zu erschaffen, das Wissen, dass man nun eine Firma leitet und die angestellten Personen bezahlt werden müssen. Die Notwendigkeit, mit anderen Personen, die die Firma leiten, gut auskommen zu müssen, damit alles läuft.

Doch genau das ist das Problem. Sam und Sadie sind beste Freunde, doch je mehr sie zusammenarbeiten, umso mehr entfernen sie sich voneinander. Und warum? Weil keiner der beiden den Mut aufbringt, dem anderen zu sagen, dass er ihn liebt. Aber was würde wohl geschehen, wenn die beiden ein Paar werden?

Und was geschieht, wenn die beiden keine Freunde mehr sind? 

 

Wir begleiten Sam und Sadie durch ihr aufregendes Leben. Es passiert so viel und ich muss ehrlich sagen, meist nur negatives. Und dies führt zu einer depressiven Grundstimmung, die sich durch das ganze Buch zieht. Aber trotzdem habe ich die Story mit so viel Enthusiasmus gelesen, mit Sam und Sadie mitgelitten, mich mit ihnen gefreut, wenn etwas Positiv war. Habe gelacht und Tränen vergossen, als es zu einem schlimmen Vorfall kam. 

 

Das Buch ist eine Hommage an Videospiele. Ich spiele auch gerne, aber nicht exzessiv. Meine Handygames und ab und zu mal was auf der Switch reichen völlig aus. Aber hier gibt es so viele Spiele, die erwähnt werden. Viele kannte ich, einige überhaupt nicht. Die Autorin, selbst eine aktive Gamerin, hat hier ihre Liebe zu den Videospielen frei mitteilen können und man merkt der Story dies auch an.

 

Die Charaktere sind sehr tiefgründig. Jeder hat sein Päckchen zu tragen und ich muss sagen, diese Päckchen sind schwer und mehr negativ gefüllt.

 

Das Ende ist offen, aber das passt. Es ist wie ein Spiel, dass auf eine Fortsetzung wartet. Oder ein Reset ...

 

Meggies Fussnote:

Gerne mehr von solchen Storys.

 

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