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Buchmomente || Ich bin ein Opfer meiner Sucht ...


Es gibt so einige Momente in meinem Leben, die voll und ganz dem Medium Buch gewidmet sind. Und da ich in diesen Momenten immer ganz viele Glückshormone ausschütte und mich danach fröhlich und leicht fühle, habe ich nun beschlossen, diese Momente in einer Art Buchmomente-Tagebuch festzuhalten und mit Euch zu teilen. 

 

Mein erster Buchmoment 2026 fängt damit an, dass ich nach einem neuen Hörbuch gesucht habe. Ich wollte mal etwas abseits meines Mainstreams hören und scrollte fast gelangweilt durch meinen Hörbuchanbieter des Vertrauens. Da fiel mir ein Buch ins Auge, gehypt im Jahre 2023 und auch heute noch im Munde vieler Blogger auf TikTok und Instagram. Damals wollte ich diesen Hype nicht mitmachen. Was interessieren mich schon Drachenreiter und warum sollte ich lesen, wie sie ausgebildet werden? Nein, da mache ich nicht mit. 

Tja, Spoiler-Alert: Ich mache mit. Denn die Neugier überwiegt und nun, drei Jahre nach dem Hype, habe ich den ersten Band der Reihe "Flammengeküsst" von Rebecca Yarros als Hörbuch angefangen. "Fourth Wing" heißt dieser, gefolgt von zwei weiteren Bänden namens "Iron Flame" und "Onyx Storm". Und bin gehypt.

 

Das soll ein Buchmoment sein, fragt Ihr Euch jetzt sicherlich. Noch nicht ganz.


Seit drei Tagen höre ich jeden Tag in meinen freien Minuten (und die sind gerade sehr spärlich gesät) den ersten Teil, wunderbar gelesen von Dagmar Bittner. Es sind nicht ganz die ersten 50 Seiten des Buches, aber ich bin so gecatcht, so neugierig und so ungeduldig, zu wissen, wie es weitergeht. Und was macht man in solch einem Fall?

Natürlich geht man in die Buchhandlung seines Vertrauens, sieht im Regal den ersten Band -  SOGAR NOCH MIT FARBSCHNITT - stehen und schwupps, lag er in meinen Armen und flüsterte mir zu: Nimm mich mit nach Hause, dann kannst du mich abends im Bett lesen, wenn du das Hörbuch nicht weiterhören kannst.

Und was macht man als Opfer seiner Sucht? Man hört auf das Buch, nur um kurz vor der Kasse umzudrehen und auch noch Band 2 und 3 in die Arme zu schließen (ich wiederhole: MIT FARBSCHNITT).

An der Kasse wird dann der netten Buchhändlerin noch erklärt, dass man das Buch gerade als Hörbuch hört und es deshalb nun unbedingt auch gedruckt vorhanden sein muss. Aber was erzähl ich ihr. Sie kennen mich mittlerweile und wissen, dass ich nicht alle Tassen im Schrank habe. Wahrscheinlich genau wie sie selbst, schließlich arbeiten sie im schönsten Gewerbe der Welt.  

Kurz wird geschluckt, als man den Preis hört. Davon kann man locker den Einkaufswagen bei ALDI vollmachen. Aber das Teufelchen auf meiner Schulter flüstert: Nimm sie mit. Nudeln mit Ketchup schmecken gut. Und das Engelchen auf der anderen Seite sagt: Hör auf den Teufel. Er hat recht!

 

So wird man Opfer seiner Sucht. Drei neue Bücher im Regal, ich bin happy, die Buchhandlung ist happy, Rebecca Yarros ist happy. Nur der Geldbeutel heult. Aber den höre ich nicht, weil die Bücher einfach lauter sind.

 

Welche Lehre ziehe ich nun daraus? Ich darf nicht nach neuen Hörbüchern suchen, dann gehe ich nicht in die Buchhandlung, gebe kein Geld aus und habe was zu Essen. Aber ich bin nicht happy. Na, zumindest nicht so, wie jetzt. 

 

Aber egal. Malle ist nur einmal im ... äh, falscher Moment. Ich brauche keine Gründe, um Bücher zu kaufen. Es ist mein Hobby, Hobbies sind aufwendig, Hobbies sind kostspielig, Hobbies sind da, um einem Momente zu schaffen, die einem glücklich machen.

 

In diesem Sinne: Ich bin gerne Opfer meiner Sucht.


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Kommentare: 1
  • #1

    Eva (Mittwoch, 25 Februar 2026 11:27)

    Wunderbar treffender Artikel - und so schön formuliert.
    Mein Hobby heißt "Myn-in-dieWelt-bringen", Marketing und so ...
    Liebe Grüße