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Elisabeth Marienhagen - Mord & Mops auf Wynden Manor


 

 

Bibliographische Daten:

 

 

  • Verlag: dp
  • ET: 05. Mai 2026
  • Seiten: 378
  • Format: ebook
  • ISBN: 978-3-69090-588-6
  • Reihe: --
  • Band: --
  • gelesen: 05/26

 


Meine Meinung:

Persephone führt auf Wynden Manor eine kleine Frühstückspension, die allerdings zurzeit nicht so gut läuft. Die Reparaturen des Anwesens verschlingen eine Menge Geld und auch ihre Mutter gibt es schneller aus, als es reinkommt. Da kommt ihr der Besuch von Torquill Thornfield und dessen Onkel gerade recht. Torquill ist daran interessiert, einige Statuen, die auf dem Grundstück verteilt stehen, zu veräußern. Und mit dem Erlös könnte endlich das Dach repariert werden. Auf einem Spaziergang zu den Statuen finden Persephone und Torquill jedoch mehr als eine Statur. Ein Toter, und kein Unbekannter. Persephones Ex-Verlobter. Und schon stehen alle unter Mordverdacht. Und Mops Sir Charleston immer im Mittelpunkt.

 

Eigentlich hatte ich mich auf einen gemütlichen Cosy Crime-Roman gefreut, gepaart mit Witz und einem tierischen Ermittler. Doch leider war der Roman alles andere als gemütlich. Wir befinden uns zwar in Großbritannien, in einer Kleinstadt und meist auf Wynden Manor, einem Anwesen, das viele Geheimnisse birgt. 
Aber bekommen habe ich etliche Abgründe der Charaktere. Es ist nicht cosy, also gemütlich, sondern sorgenvoll, kriminell und alles andere als "naiv", so wie man sich diese Krimis eben vorstellt.

Ich hatte nicht erwartet, dass ich mich auf die dunkle Seite begebe und die tiefen Sorgen und Nöte der Charaktere im Vordergrund stehen. Der Ermordete hat es faustdick hinter den Ohren, die Verdächtigen ebenso und es kommt immer mehr zum Vorschein, so dass es fast letztendlich etwas undurchsichtig wirkt. Die Einzige, die sich hier nichts zuschulden kommen lässt, lässt man mal ihr Temperament und ihr Hang auf keinen zu hören außen vor, ist Persephone. Denn diese will mit allen Mitteln ergründen, was denn hier überhaupt los ist. Und schreckt vor nichts zurück.

 

Die Story war interessant, und unerwartet. Man kommt kaum zur Ruhe und manchmal wäre ich gerne hineingekrabbelt und hätte ein paar Charaktere geschüttelt und ihnen ins Gewissen geredet. Vor allem Torquill, der - für die kurze Zeit, in der er Persephone kennt - doch manchmal sehr bestimmend und auch ausfallend war.
Und Agnes, Persephones beste Freundin, die ich liebend gerne in den Arm genommen und ihr versprochen hätte, es wird alles gut. 

Persephones Mutter konnte ich gar nicht leiden, was auch gut war, denn als Mutter hat sie in meinen Augen versagt.

 

Anders als erwartet, dafür aber doch packend. Und trotzdem für regnerische Tage geeignet. Weil allein das Setting einfach hinreißend ist. Dartmoor, Regen, ein herrschaftliches Anwesen, Geheimnisse, Enthüllungen und eine Protagonistin, die mit ihrem Hund Sir Charleston so alles meistern kann.

 

Meggies Fussnote:

Cosy in anderer Form.

 

* * * 


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