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Matt Haig - Die Mitternachtsreise


 

 

Bibliografische Daten

 

 

 

 

  • Verlag: Droemer Knaur
  • ET: 21. Mai 2026
  • Seiten: 336
  • Format: Hardcover / ebook
  • ISBN: 979-3-426-56249-9
  • Reihe: --
  • Band: --
  • gelesen: 06/26

Meine Meinung:

Wilbur stirbt und findet sich danach auf einem Bahnhof wieder. Agnes, die alte Buchhändlerin, die schon lange verstorben ist, fordert ihn auf, in den Mitternachtszug zu steigen, damit er sein vergangenes Leben nochmal ansehen kann. Wilbur merkt dabei, dass er vieles falsch gemacht hat. Er lebte für seine Arbeit, vernachlässigte seine Frau, machte sich bei seinen Freunden unbeliebt. Letztendlich war er allein. Doch nun ist er tot, und kann nichts mehr ändern. Doch je länger die Reise mit dem Zug dauert, umso mehr merkt Wilbur, dass jeder eine zweite Chance verdient hat.

 

Matt Haigs Bücher stehen für tiefgehende Verarbeitung von Themen, mit denen man sich eigentlich gar nicht so recht auseinandersetzen will. Meist steht der Tod im Vordergrund, wie auch hier. Wir treffen auf Wilbur, der gerade in hohem Alter gestorben ist. Und er bekommt die Möglichkeit, sich sein Leben nochmals anzusehen, bevor er endgültig die Welt verlassen muss. 

Bei manchen prägenden Momenten im Leben, steigt Wilbur aus und erlebt diese nochmals hautnah mit. Als Geist begleitet er sein irdisches Ich und erlebt Freude, Liebe und Trauer. Und merkt, dass er vieles in seinem Leben falsch gemacht hat.

 

Er kann nichts mehr ändern, akzeptiert dies auch erst. Doch dann fängt er an, nachzudenken. Was wäre wohl gewesen, wenn er in bestimmten Situationen anders gehandelt hätte?

 

Der Autor erzählt wieder in wunderschönen Worten die Geschichte. Und man ist sofort gefangen von den Gedankengängen Wilburs, der sein Leben bitter bereut und am liebsten von vorne beginnen würde. Begleitet wird er von Agnes, einer ehemaligen Buchhändlerin, der er einiges zu verdanken hat. Sie hat sein Leben wesentlich geprägt. 

 

Wir begleiten Wilbur auf so einigen Stationen und ich hatte mehr als einmal Tränen in den Augen, weil mich sein Leben einfach sehr bewegt hat. Er ist ein guter Mensch, der leider einmal falsch abgebogen ist und damit einiges verbockt hat. 

 

Würde man als Außenstehender sein Leben sehen, würde man sich denken, dass ein so erfolgreicher Mann eigentlich glücklich sein müsste. Er hat Geld, eine Frau und reist viel, allerdings geschäftlich. Dass er damit aber seine Frau unglücklich macht und auch seinen Freundeskreis, ist erst auf den zweiten Blick erkennbar.

 

Das Buch ist keine direkte Fortsetzung zu dem Buch "Die Mitternachtsbibliothek", spielt aber im selben Universum. Und ist doch ganz anders.

Es kommt wieder zu einigen philosophischen Ansätzen und man macht sich selbst Gedanken, ob man in seinem Leben den richtigen Weg gegangen ist. Nur bleibt es bei unseren Entscheidungen, wir können nichts rückgängig machen. Wir können nur versuchen, das Hier und Jetzt so glücklich wie möglich zu gestalten oder schnellstmöglich etwas zu ändern, damit wir nicht den Rest unseres Lebens damit verbringen müssen, es zu bereuen.

 

Meggies Fussnote:
Eine Reise mit den Mitternachtszug durch das Leben. 

 

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Challenges:

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  • Buchgewissen Challenge 2026 (Juni)
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