· 

Yasushi Kitagawa - Okada-sans wundersame Reise mit dem Taxi der geheimen Wünsche


 

 

 

Bibliografische Daten

 

 

  • Verlag: Harper Collins
  • ET: 26. Mai 2026
  • Seiten: 208
  • Format: ebook
  • ISBN: 978-3-365012703
  • Reihe: --
  • Band: --
  • gelesen: 06/27

Meine Meinung:

Shûichi Okada arbeitet bei einem Versicherungsvertreter auf Provisionsbasis. Doch dann verliert er auf einen Schlag 20 Kunden. Somit wird nicht nur weniger Gehalt überwiesen, sondern er muss auch den finanziellen Verlust der Kunden übernehmen. Die bevorstehende Urlaubsreise steht damit in den Sternen. Und auch die Tochter ist mitten in der Pubertät und macht ihm Sorgen. Shûichi muss deswegen zu einem Gespräch in der Schule. Für den Weg dorthin nutzt er ein Taxi. Der Fahrer erklärt ihm, dass er bereit ist, Shûichi Okada überall da abzusetzen, wo sich sein Lebensweg zum Guten hinwenden kann. Doch Shûichi nutzt diese Chance erst nicht, bis er selbst begreift, dass Glück nicht von alleine zu einem kommen kann. Aber bis man endlich glücklich ist, braucht es einen langen Weg.

 

Würdest Du in ein Taxi einsteigen, dass dich immer dahin bringt, wo es möglich ist, einen besseren Lebensweg einzuschlagen, auch wenn du nicht weißt, wie dieser aussieht? Im ersten Moment würde man sagen, ja. Bis man anfängt, sein Leben zu überdenken und merkt: eigentlich bin ich glücklich. Doch es gibt Menschen, bei denen ist dies nicht so. Und dazu gehört Shûichi Okada. Er ist zutiefst unglücklich und kommt dort ohne Hilfe nicht mehr raus. Gut, dass es das Taxi der geheimen Wünsche gibt. 
Kaum eingestiegen, bekommt Shûichi eine Lektion, die er nicht richtig nutzen kann, weil er gar nicht weiß, was vorgeht. 

Doch je weiter der Roman fortschreitet, umso tiefer wird die Geschichte. Wir lernen die Vergangenheit kennen und die Menschen, die Shûichi umgeben. Wir lernen, was Gefühle ausmachen und wie man sich selbst so in ein Unglück reiten kann, dass man einfach nicht mehr herauskommt. Das Taxi bzw. der Fahrer helfen solchen Menschen. Und Shûichi gehört da definitiv dazu. 

 

Wie man es von japanischen Autor*innen gewohnt ist, wird die Geschichte ohne viel Schnickschnack erzählt. In ruhigen, aber stetigen Bahnen erzählt Kitagawa, wie Shûichi zu dem geworden ist, was er heute ist. Durch diese Rückblicke lernen wir zu verstehen, wie Shûichi tickt. 

 

Mir hat dieser Schreibstil sehr gut gefallen, weil er beruhigend war, mich zurückholte und auch erdete. Denn in dem Buch sind so einige (japanische) Weisheiten eingebaut, die nicht nur dem Hauptcharakter Shûichi guttun, sondern bestimmt auch manchem Lesenden.

 

Der Autor baut einige Wendungen ein und holt immer wieder neue Ideen hervor. Dies hat mir sehr gut gefallen, denn so konnte ich gewiss sein, dass auch das Ende überraschend sein würde. Was es letztendlich auch war, denn es wurde nochmal ein Charakter näher herangeholt, den ich so gar nicht richtig auf dem Schirm hatte. Aber im Nachhinein waren dann einige "nicht ganz erklärbare Szenen" plötzlich sehr einleuchtend.

 

Meggies Fussnote:

Wer möchte gerne Taxi fahren?

 

* * * *


Challenges:

  • ABC Challenge 2026 (Buchstabe O)
  • Bookchallenge 2026 (Aufgabe 41)
  • Bookgame 2026 (40 Felder, Juni)
  • Buchgewissen Challenge 2026 (Juni)
  • Buchseiten Challenge 2026 (3 Punkte)
  • 50 Punkte Buchcover Challenge 2026 (Nach Text und Schrift)
  • Reiselust Challenge 2026 (5 Punkte)
  • Seltene Hühnerrassen Challenge 2026 (Onagadori, 3 Punkte)
  • Weltenbummler Challenge 2026 (Japan)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0