Bibliografische Daten
- Verlag: Penguin
- ET: 08. Oktober 2025
- Seiten: 368
- Format: ebook
- ISBN: 978-3-328-11153-5
- Reihe: Stranger Things
- Band: --
- gelesen: 06/26
Meine Meinung:
Eddie Munsons Leben ist alles andere als einfach. Denn mit dem Nachnamen Munson hat man es nicht leicht. Jeder denkt sofort, was für ein Loser er doch sein muss. Denn die Munsons sind alle Loser. Eddie versucht auch erst gar nicht, die anderen davon zu überzeugen, dass er nicht so ist. Da taucht sein Vater auf und überredet ihn zu einem Coup. Gleichzeitig ist da aber auch Paige, die ihm die Chance bietet, erfolgreich und als Rockmusiker berühmt zu werden. Eddie muss sich entscheiden. Hilft er seinem Vater aus der Patsche oder lebt er sein Leben?
Mein Lieblingscharakter aus Stranger Things ist eindeutig Eddie Munson, genial gespielt von Joseph Quinn. Von allen missverstanden, weil er einfach seinen inneren Nerd auslebt. Auf der einen Seite Dungeons & Dragons, auf der anderen Seite das Dealen mit Drogen. Auf der dritten Seite eine missratene Kindheit, weil seine Mutter zu früh gehen musste und sein Vater ein Taugenichts ist.
Hier erzählt die Autorin die Geschichte von Eddie, die zeitlich in der ersten Staffel von Stranger Things spielt. Es wird erwähnt, wie Nancy noch mit Steve zusammen ist, dass Will Byers verschwunden ist und am Ende wieder auftaucht.
Wir lernen Eddie da kennen, wo wir ihn auch immer gerne sehen. Beim Dungeons & Dragons-Spielen mit den Mitgliedern des Hellfire Club. Sein Element, sein Liebstes. Gleichzeitig aber fühlt er sich verpflichtet, seinem verschuldeten Vater zu helfen, damit dieser nicht wieder eingesperrt wird. Und er lernt Paige kennen, die von seinem Talent als Sänger und Gitarrist begeistert ist und ihm in Los Angeles helfen könnte, dieses Talent zu fördern und ihn groß rauszubringen.
Eddies Zerrissenheit ist echt spürbar und ich war erstaunt, wie sehr die Autorin dies auch darstellen konnte. Ich hatte wirklich den Schauspieler Joseph Quinn vor Augen, der Eddie Leben einhaucht.
Erstaunt war ich ebenfalls, dass in dem ganzen Buch keine "seltsamen Dinge" passieren. Wir haben keinerlei Bezug zu der Fernsehserie, wenn es um Upside Down oder Demogorgons geht. Einzig die
Erwähnung am Ende, dass Will Byers verschwunden war und nun wieder aufgetaucht ist, gibt etwas Hoffnung darauf. Aber auch hier wird nichts Übernatürliches erwähnt.
Die ganze Story ist einfach nur eine Erzählung aus einem Abschnitt aus Eddies Lebens. Zwar aufregend, total interessant und spannend, aber auch nicht das, was ich erwartet habe.
Ich hätte mir gewünscht, dass Eddie - wenn auch nur nebenbei und ohne richtig herauszufinden, was hier überhaupt los ist - doch etwas von den "stranger things" mitbekommt und selbst recherchiert,
auch wenn er vielleicht letztendlich wieder davon abkommt.
Trotz dieses Fehlens war die Story sehr gut. Ich habe mit Eddie mitgelitten, gemerkt, dass er untergeht, dass er - von der Gesellschaft nicht akzeptiert - aufgibt und sein Ding durchzieht. Eine richtige Eddie-Munson-Story eben.
Meggies Fussnote:
Gerne mehr von Eddie.
* * * *
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